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Die Geschichte der Berliner Tüte
Da sie immer einschlief, begann ich eines guten Morgens damit, ihr jenen Teil der Gutenacht-Geschichte, den sie verpasst hatte, auf die kleinen Pergamenttüten zu schreiben, in welchen ich ihr die Brote für die Frühstückspause mitgab. Nun konnte meine Liebste den Geschichten immer weiterfolgen. Eines Tages sagte ein Freund: "... wenn nur jede jemanden hätte, der ihr nicht nur eine Gutenacht-Geschichte erzählt, sondern sie gleichsam mit einer literarischen Wegzehrung versorgte ..." Also galt es nun auch „B" zu sagen und den Blütenverlag zu gründen, um für alle, die sie möchten, eine solche Tüte da zu haben. Die Tüte für das Brot und den Wein, für die anderen Wegzehrungen oder für die Geschenke an die Liebste, den Liebsten, die Familie und die Freunde. Da nun so viel mehr hineinpassen sollte, musste aus der kleinen Pergamenttüte eine große Tüte mit zwei richtigen Henkeln zum Tragen werden. Und weil wir sie in Berlin machen, nannten wir sie einfach die „Berliner Tüte".
Auf ihr veröffentlichen jetzt junge und alte neue Autorinnen und Autoren aus Berlin, aber auch aus dem gesamten Bundesgebiet, der Schweiz, Österreich, China, den fünf Kontinenten, den sieben Weltmeeren ihre Geschichten und Gedichte als Lesefutter für den Weg und das Ziel. Viel Vergnügen wünscht Ihnen die Equipe des Blütenverlags.
Thomas Stracke
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